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Diabetes-Lexikon

Dieses Lexikon erklärt diverse Begriffe rund um Diabetes. Es ist noch nicht vollständig und wächst immer weiter. Findet ihr einen Begriff im Lexikon nicht, dann schreibt uns, wir werden ihn gern in unser Lexikon aufnehmen.

A

Altersdiabetes Symptome

siehe Diabetessymptome

B

Blutzucker messen

Für eine gute Einstellung des Blutzuckers bei einem labilen Diabetiker Typ 1 ist eine Selbstkontrolle von mindestens dreimal täglich notwendig. Ein stabiler Diabetiker Typ 2 muss den Blutzucker nur gelegentlich messen. Der Blutzucker zeigt, ob etwas falsch gemacht worden ist. Fehler können dann korrigiert werden. Alle Testwerte müssen für zukünftige Korrekturen zusammen mit den Insulindosen und besonderen Ereignissen in einem Protokoll festgehalten werden. Dies kann schriftlich erfolgen in einem Blutzuckertagebuch oder online auf einer App. Durch die Selbstkontrolle ist eine viel bessere Einstellung möglich. Der Diabetiker muss keine Angst mehr davor haben, dass der Blutzucker ohne sein Wissen nach oben oder unten entgleisen könnte. Damit übernimmt der Patient einen grossen Teil der therapeutischen Verantwortung für sich selbst. Alle drei bis sechs Monate sollte der Langzeitzucker (HbA1c) beim Arzt gemessen werden.

Blutzucker Normalwerte

Normalzustand: Blutzucker nüchtern unter 5.6 mmol/l. HbA1c unter 5.7%.  Möglicher Hinweis für einen Diabetes: 6.1-7 mmol/l Blutzucker nüchtern, HbA1c 5.7-6.4%. Diagnose Diabetes Blutzucker nüchtern über 7.0 mmol/l oder HbA1c über 6.5%.  Im Alter sind die Blutzuckerwerte auch beim Gesunden höher als in der Jugend.

Blutzucker senken

In der Regel werden zu hohe Blutzuckewerte mit Medikamenten und/oder Insulin behandelt. Zum Bespiel Gewichtsreduktion, Bewegung, gesunde Ernährung, Vermeidung von Stress, können den Blutzuckerwert auch senken.

Blutzucker Messgerät

Es gibt eine ganze Palette von Blutzuckermessgeräten – alle beruhen auf dem gleichen Messprinzip. Sie unterscheiden sich durch Herstellerfirma, Grösse, Farbe, Funktionalitäten wie Bluetooth oder App, Grösse der Teststreifen, Menge Blut für die Messung, Licht, Displaygrösse usw. Jeder Hersteller hat seine eigenen Geräte inkl. dazugehöriger Stechhilfe, Lanzetten sowie den Teststreifen. Das Freestyle Libre gehört zu der Kategorie FGM.

Blutzucker senken

In der Regel werden zu hohe Blutzuckewerte mit Medikamenten und/oder Insulin behandelt. Zum Bespiel Gewichtsreduktion, Bewegung, gesunde Ernährung, Vermeidung von Stress, können den Blutzuckerwert auch senken.

D

Diabetes Apps

Es gibt diverse Apps, die helfen den Alltag zu meistern. Diese können wir empfehlen:

  • Insulin Buddy Diabetes mellitus Bolus Rechner: Berechnet Insulin-Einheiten für bestimmte Menge Kohlenhydrate anhand der eingetragenen Insulin-Faktoren

  • mySugr Tagebuch: gute Auswertungsmöglichkeiten

  • siDiary: viele Erweiterungsmöglichkeiten, auch Dokumentation von Gewicht und Blutdruck möglich

  • Diabetes Connect: Erfassung von Blutzucker, Gewicht, Blutdruck und Puls möglich

  • Kohlenhydrate für Diabetiker: Bolus-Rechner mit Schweizer Produkten

  • Glooko: Kommunikation von 30 bekannten Blutzucker-Messgeräten und Handy

  • Diabird: verbindet Nutzer mit Online-Community, Austausch mit anderen Betroffenen

  • GoCARB: mit Handy-Kamera werden KH-Mengen auf dem Teller ermittelt

  • Carbs&Cals: Essen nach Augenmass, grosse Bilddatenmenge zum Schätzen von KH

  • GluCalc: Essen ohne Kopfrechnen, Bolus-Rechner

  • MyFitnessPal: Kalorienzähler-App

  • MeinDiabetes: Tagebuch, Lebensmittel-Datenbank, Diabetes-Pass, KE-Schätzspiel, Kliniksuche

  • FatSecret: Erfassung von Lebensmitteln, aufgeteilt in Fett/Eiweiss/Kohlenhydrate inkl. Kalorienzahl

Diabetes Augen (Retinopathie)

Die diabetische Retinopathie ist eine Erkrankung der Netzhaut (Retina) des Auges. Die Ursache der Retinopathie ist eine Schädigung der kleinen Blutgefässe (Mikroangiopathie ) der Netzhaut. Die Mikroangiopathie führt zu Verschlüssen der feinen Haargefässe (Kapillaren), so dass es zu Durchblutungsstörungen der Netzhaut kommt. Ausserdem nimmt die Durchlässigkeit der Gefässe zu, was den Flüssigkeitsaustritt und die Einblutungen in die Netzhaut begünstigt. Ohne rechtzeitige Behandlung kann die Retinopathie bis zur Erblindung führen.

Diabetes Behandlung

Typ 1 Diabetes wird immer mit Insulin behandelt. Typ 2 Diabetes mit Medikamenten oder Insulin.

Diabetes erkennen

Siehe Diabetessymptome

Diabetes Gesellschaft

Siehe auch diabetesschweiz. In der Schweiz gibt es 20 regionale Diabetes-Gesellschaften. www.diabetesschweiz.ch

Diabetes Kinder Symptome

Siehe Diabetessymptome

Diabetes Medikamente

Antidiabetika wirken an unterschiedlichen Stellen, manche mit Doppeleffekt: Sie senken den Zucker und schützen Nieren oder Herz. Es gibt die eher „klassischen“ Wirkstoffe, welche die Empfindlichkeit für das blutzuckersenkende Hormon Insulin (Metformin, Glitazone) erhöhen oder diejenigen, welche die Freisetzung steigern (Sulfonylharnstoffe, Glinide). „Moderne“ Medikamente greifen über den Darm in den Stoffwechsel ein  (DPP-4-Hemmer, GLP-1-Analoga) oder erhöhen die Zuckerausscheidung über die Nieren (SGLT-2-Hemmer).

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus aus dem Griechischen: honigsüsser Durchfluss. Die Zuckerkrankheit ist die häufigste chronische Stoffwechselkrankheit. Sie beruht auf einem gestörten Gleichgewicht zwischen dem Blutzucker (Glukose im Blut) und dem wichtigsten den Blutzucker regulierenden Hormon der Bauchspeicheldrüse (Insulin). Blutzucker kann nur mit Hilfe von Insulin in die Körperzellen transportiert werden und dort den Energiebedarf der Zellen decken oder als Stärke (Glykogen) gespeichert werden. Wenn zu wenig Insulin von der Bauchspeicheldrüse an das Blut abgegeben wird, steigt der Blutzucker an.

Diabetes Schwangerschaft

Siehe Gestationsdiabetes

Diabetes Schweiz

diabetesschweiz wurde 1957 gegründet, mit dem Ziel, die Lage der Diabetikerinnen und Diabetiker in der Schweiz zu verbessern. Dazu zählt insbesondere eine geeignete Instruktion, die Förderung der Hilfe zur Selbsthilfe, die Begleitung der Betroffenen und ihrer Angehörigen, die Aufklärung der Öffentlichkeit sowie die Unterstützung der Erforschung wissenschaftlicher und sozialer Aspekte der Krankheit.

Diabetes Selbsttest

Siehe Blutzuckermessen

Diabetes Symptome

Beim Typ 1 Diabetes sind dies: grosser Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Gewichtsverlust. Beim Typ 2 Diabetes sind die Symptome im Frühstadion nicht so einfach bemerkbar. Es treten kaum äusserliche Anzeichen und Symptome auf. Die Diagnose wird häufig erst gestellt, wenn die ersten Komplikationen der Erkrankung wie z.B. brennende Füsse, Lanzinierende Schmerzen in den Beinen, Wadenkrämpfe, «kalte Füsse», Ameisenlaufen und Kribbeln in den Füssen, Schmerzen in den Beinen beim Gehen, schlecht heilende, infektionsanfällige Wunden, Sehstörungen oder Angina pectoris auftreten.

Diabetes Typ 1

Der Typ 1 Diabetes tritt häufiger bei jungen Erwachsenen und Kindern auf, kann aber Personen in jedem Lebensalter treffen. Der Diabetes mellitus Typ 1 wurde früher auch als insulinabhängiger Diabetes oder juveniler Diabetes bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunerkrankung. Diese entsteht, wenn die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, welche das für die Regulierung des Blutzucker notwendige Insulin herstellen, vom Immunsystem des Körpers zerstört werden. Menschen mit Diabetes Typ 1 sind lebenslang auf die Gabe von Insulin angewiesen, Heilungsmöglichkeiten bestehen bis her noch nicht. Ohne Insulintherapie würden sie innerhalb weniger Tage oder Wochen sterben.

Diabetes Typ2

Der Diabetes mellitus Typ 2 war früher auch als nicht-insulin-abhängiger Diabetes oder Altersdiabetes bekannt. Bei Menschen mit Typ 2 Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse zwar weiterhin Insulin, jedoch nicht genügend oder der Körper kann es nicht mehr wirksam verwenden, um Blutzucker in Energie umzuwandeln (Insulinresistenz). Der Typ-2- Diabetes ist eine viel häufigere Krankheit als der Typ-1-Diabetes. Patienten mit Typ -2 Diabetes sind fast immer übergewichtig und waren schon lange übergewichtig, bevor der Diabetes diagnostiziert wurde. Der Typ 2 Diabetes wird begünstigt durch genetische Veranlagung, Übergewicht, Bewegungsmangel und weitere Risikofaktoren wie Rauchen, hoher Blutdruck usw. Er tritt in den meisten Fällen erst ab deinem Lebensalter von über 40 Jahren auf. Zunehmend gibt es jedoch auch jüngere Menschen mit Typ 2 Diabetes.

Diabetes Ursachen

Insulin ist ein körpereigenes Hormon, das in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Bei der Entstehung von Diabetes Typ 2 spielen mehrere Ursachen bzw. Auslöser eine Rolle. Dazu gehören u. a.:

  • erbliche Faktoren

  • Übergewicht und Bewegungsmangel

  • eine verminderte Insulinempfindlichkeit (Insulinresistenz)

  • eine gestörte Ausschüttung von Insulin

  • sowie eine gestörte Produktion bestimmter Darmhormone

Diabetes vorbeugen

Der Typ 2 Diabetes ist voraussehbar und könnte auch präventiv verhindert werden. Ein gesunder Lebensstil wie viel Bewegung, wenig Stress und gesunde Ernährung können sich positiv auf den Blutzucker auswirken. Leider ist dies auf Grund der genetischen Komponente schwierig. Beim Typ 1 Diabetes ist die Vorhersage, ob jemand Diabetes bekommt, viel schwieriger.

Diabetes Wundheilung Fuss

Tritt eine Wunde am Fuss auf, ist Eile geboten. Die Wundbehandlung bei Diabetiker sieht wie folgt aus: Wundreinigung, Entlastung des Fusses (der Druckstelle) und eine geeignete Wundbehandlung müssen sofort eingeleitet werden. Die Wunde wird mit stadiengerechten Verbänden, gegebenenfalls mit einem Antibiotikum und sofortiger Schonung versorgt. Ohne Schonung keine Heilung! Unter Umständen wird die Anpassung einer individuellen Schuhversorgung in Zusammenarbeit mit einem Schuhorthopäden. Massschuhe werden von der Krankenkasse übernommen.

Diabetische Nephropathie

Unter diabetischer Neuropathie versteht man Nervenschädigungen, die durch Diabetes hervorgerufen werden. dabei kann das so genannte periphere somatische und/oder das autonome Nervensystem betroffen sein. Störungen des peripheren Nervensystems sind mit 80% die häufigsten diabetischen Nervenschädigungen. Dabei handelt es sich um Schäden an den Nerven von Armen und Beinen, die für die Empfindung und die Bewegungen zuständig sind. Die Schäden machen sich häufig an Füssen und Unterschenkeln bemerkbar. Die diabetische Neuropathie kann aber auch die Nerven des so genannten autonomen Nervensystems treffen. Dieses reguliert Köperfunktionen wie Verdauung, Herz. Und Kreislauftätigkeit sowie den Stoffwechsel und unterliegt nicht der willkürlichen Steuerung. Treten hier Schäden auf, so äussern sie sich z.B. durch eine schlechte Kreislaufregulation, Herzrhythmusstörungen oder Verdauungsbeschwerden.

Diabetischer Fuss 

Der diabetische Fuss ist eine durch chronische, schlecht heilende Wunden gekennzeichnete Komplikation des Diabetes mellitus. Eine Kombination aus Durchblutungsstörungen kleiner Gefässe, fehlender Schmerzwahrnehmung (Polyneuropathie) und Zerstörung der Fussgelenksarchitektur begünstigt das Auftreten solcher Wunden. Bei 60 Prozent aller Diabetiker ist eine Durchblutungsstörung mit Einengung der grossen Arterien (Makroangiopathie) vorhanden, wobei meist die Unterschenkelgefässe betroffen sind. Zusätzlich zeigen auch die kleinen und kleinsten Gefässe deutliche Gefässveränderungen (Mikroangiopathie). Bedingt durch die Gefühlsstörung (diabetische Polyneuropathie) kommt es bei falschen Muskelbalance zu einer Fehlbelastung und in der Folge zu Veränderungen des Fussskelettes. Chronischen Druckstellen bilden sich in Folge, und schliesslich kommt es zu Hautwunden. Auch geringfügige, durch den Patienten kaum bemerkte Verletzungen (Bagatell-Läsionen) können zu nicht heilenden Wunden führen. Bis zu 25 Prozent aller Diabetiker erleiden im Laufe der Jahre ein Fussgeschwür (Ulcus), das oft trocken und von einem dicken Hornhautwall umgeben ist. In 50 Prozent dieser Fälle kann ein Infekt auftreten. In dieser Situation steigt das Risiko für eine Amputation auf bis zu 20 Prozent. Webseite Inselspital Bern

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Folgeerkrankungen Diabetes

Siehe Spätfolgen Diabetes

G
G

Glukose

Traubenzucker ist lebensnotwendig. Glukose ist ein wichtiger Energielieferant. Der grösste Anteil von Glukose in der Nahrung wird in Form von Stärke aufgenommen (Brot, Reis, Kartoffeln usw.). Stärke ist ein komplexes Kohlenhydrat, das aus vielen aneinander gereihten Glukosemolekülen besteht. Im Darm wir die Stärke in Glukose umgewandelt und als solche dann vom Blut aufgenommen. Glukose wird sofort vom Darm ins Blut abgegeben und führt zu einem raschen Anstieg des Blutzuckers.

H

HbA1c

HbA1c ist der Langzeitzucker-Test oder der drei-monats-zucker-test. Der HbA1c-Wert gibt Auskunft darüber, ob eine Erhöhung des Blutzuckers über einen längeren Zeitraum besteht, beziehungsweise wie gut die Blutzuckereinstellung in den vergangenen drei Monaten im Durchschnitt war. Der Zuckerhämoglobin-Wert dient sowohl zur Diagnose als auch zur Verlaufskontrolle der Therapie bei Diabetes. Normalwert unter 5.7%, ab 6.8-6.4 % Prädiabetes und über 6.5% Diagnose Diabetes.

Hoher Blutzucker

Siehe Hyperglykämie

I

Insulin

In der Bauchspeicheldrüse befinden sich die so genannten Langerhansschen Zellen mit den B-Zellen. Sie produzieren Insulin und geben es bei Bedarf ins Blut ab. Wenn der Blutzucker beim Essen ansteigt, setzt die Bauchspeicheldrüse sofort vermehrt Insulin frei, sodass der Blutzucker wieder abfällt. Insulin ist also das wichtigste Blutzucker regulierende Hormon.

Insulinpumpen-Therapie

Es wird am Körper ein kleines Gerät getragen, das über eine Kanüle und Schlauch kontinuierlich Insulin ins Gewebe abgibt. Es gibt eine Patch-Pumpe, ohne Schlauch. Mittels Knopfdrucks an der Pumpe direkt oder über das Steuerungsgerät kann der Pumpenträger bei Bedarf, wie etwa zu den Mahlzeiten, zusätzlich eine grössere Menge Insulin freisetzen.

Insulintherapie

Siehe konventionelle Therapie

Intensivierte konventionelle Therapie

Es wird ein- bis zweimal täglich Langzeitinsulin gespritzt, um den Grundbedarf abzudecken. Mit dem kurz wirkenden Insulin werden zusätzliche Blutzuckeranstiege zu den Mahlzeiten ausgeglichen oder akut erhöhte Werte korrigiert. Die dabei jeweils benötigte Dosis an Insulin berechnet der Patient selbstständig.

K

Kohlenhydratstoffwechsel

Der Kohlenhydratstoffwechsel umfasst alle Vorgänge zur Resorption, Umwandlung, Synthese und Verwertung von Einfach- und Mehrfachzuckern im Organismus. Eine häufige Störung des Kohlenhydratstoffwechsels ist als Diabetes mellitus bekannt. 

Konventionelle Therapie

Es wird zu bestimmten Uhrzeiten Insulin gespritzt. Der Arzt legt die Dosis, ebenso wie die Mischung von schnell und lang wirkendem Insulin, fest. Um zu hohe oder zu niedrige Blutzuckerwerte zu vermeiden, muss man sich bei den Essenszeiten und der Mahlzeiten-Zusammensetzung an feste Pläne halten.

S

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist erkennbar an erhöhten Blutzuckerwerten, welche erstmals in der Spätschwangerschaft festgestellt werden. Ein Schwangerschaftsdiabetes tritt wahrscheinlich bei 10-15% aller Schwangerschaften auf und gehört damit zu den häufigsten Komplikationen. Die mit einer Schwangerschaft verbundenen Hormonveränderungen führen zu einem erhöhten Insulinbedarf bei der werdenden Mutter. Wenn die mütterliche Bauchspeicheldrüse hierfür nicht ausreichend Insulin produziert, kommt es zum Anstieg des Blutzuckers und somit zum Schwangerschaftsdiabetes. Bei einem erhöhten Blutzuckerspiegel der Mutter gelangt der Zucker durch die Plazenta (Mutterkuchen) zum Fötus. Dieser reagiert darauf mit einer gesteigerten eigenen Insulinproduktion. Dieses Insulin kann jedoch, im Gegensatz zum Zucker, die Plazentaschranke nicht passieren. Daher werden im Fötus durch den erhöhten Insulinspiegel das Wachstum und ein vermehrter Fettaufbau angeregt. Dies führt zu übergrossen und schweren Babys.

Spätfolgen Diabetes

Aufgrund langjähriger zu hoher Blutzuckerwerten können Spätkomplikationen auftreten. Spätfolgen können auftreten bei den Nieren (Nephropathie), Augen (Retinopathie), Nerven (Neuropathie), bei grossen Arterien und Herz. Die Nervenstörung trifft vor allem auf die Füsse zu.

Symptome Überzuckerung

Anzeichen sind: Müdigkeit/Schläfrigkeit/Schwächegefühl, trockener Mund/Durst, häufiges Wasserlösen

Symptome Unterzuckerung

Anzeichen sind: Schwitzen/Hitzewallung, Zittern, Heisshunger, bleiches Gesicht, Schwindel/Kopfschmerzen, Müdigkeit/Schläfrigkeit/Schwächegefühl, Verhaltensänderung z.B. Aggressivität, doppelt sehen/Sehstörung.

U

Überzuckerung (Hyperglykämie)

Der Begriff Hyperglykämie stammt aus dem Griechischen: Glykämie bedeutet «Zucker (Glyk-) im Blut (-ämie)», hyper «über» oder «zu viel». Hyperglykämie ist gleichbedeutend mit erhöhter Glukose im Blut. Bei Werten über 7.8 mmol/l sprechen wir von Hyperglykämie.

Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Der Begriff Hypoglykämie stammt aus dem Griechischen: Glykämie bedeutet «Zucker (Glyk-) im Blut (-ämie)», hypo «unter» oder «zu wenig». Hypoglykämie ist gleichbedeutend mit verminderter Glukose im Blut. Bei Werten unter 3.5 mmol/l sprechen wir von Hypoglykämie.

Z

Zuckerkrank

 Siehe Diabetes mellitus

Zuckerkrankheit Lebenserwartung

Normalerweise wird bei Diabetikern von einer reduzierten Lebenserwartung ausgegangen. Die Lebenserwartung ist jedoch oft normal, wenn die Blutzuckerwerte in Normalbereich sind und keine Spätkomplikationen auftreten.

Zuckerstoffwechsel

Siehe Kohlenhydratstoffwechsel