Alle Jahre wieder!

Mit der Adventszeit kommt die Schlemmerzeit. Viele Leute beklagen sich Ende Dezember darüber, zu viel gegessen und somit zugenommen zu haben. Diabetiker und Diabetikerinnen haben da aber ganz andere Probleme. Wie gerne würde ich einfach nur schlemmen und naschen, vor allem in dieser Zeit bei all diesen Leckereien. Was sind dann danach schon ein paar Kilos mehr. Da ich in meinem Leben immer um jedes Kilo kämpfen musste, wäre dies sogar ein positiver Nebeneffekt.

Allfällige Blutzuckerschwankungen sind zwar für mich im Moment nicht all zu schlimm – bin vielleicht einfach schneller genervt, etwas launischer und im schlechtesten Fall extrem müde – aber auf Dauer sind diese Schwankungen schädlich für die Gesundheit.

Letztes Jahr lag ich zu dieser Zeit im Spital und ich wurde sofort von jeglichen Süssigkeiten ferngehalten.

Für mich war damals schon klar – das ist keine Lösung! Ich will Süssigkeiten weiterhin essen können, vor allem auch in dieser speziellen Jahreszeit. Wie kann ich also als Diabetikerin einen Ausgleich finden?


Dies ist und wird wohl auch in Zukunft eine grosse Herausforderung für mich bleiben. Ich werde wohl jedes Jahr mindestens einen Grittibänz backen und essen, auch das alljährliche Familien-Guetzlibacken wird als Tradition bestehen bleiben und ab und an werde ich sicher auch noch ein Lebkuchenhaus bauen und selber vernaschen.

Ich bin pflichtbewusst und möchte meinem Körper sorge

tragen. Dennoch liebe ich einfach Schokolade und andere solche Sachen, wie die meisten Menschen halt :’) So bin ich manchmal im Zwiespalt und rege mich hin und wieder auf, meinen Blutzucker wieder „versaut“ zu haben.


Gerade letztes Wochenende am 1.12.18 fand unser Familien-Guetzlibacken statt. Zwischendurch habe ich immer mal wieder Teig genascht und all unsere acht Sorten Kekse mussten ebenfalls probiert werden :D Schwierig an diesem Tag war es, meinen Blutzucker in angemessenem Rahmen zu halten. Ich war oft nahe dran, meinen Blutzucker mit Insulin zu korrigieren. Ich musste mich ziemlich zusammenreissen, jeweils nicht sofort mehr zu spritzen und einfach abzuwarten. Schliesslich wollte ich ja nicht, dass es zu Überschneidungen der Insulinwirkung kommt. Dies könnte unter Umständen gefährlich werden.

Damit mein Blutzucker jeweils doch nicht zu stark ansteigt, Süssigkeiten hin oder her, versuche ich momentan mein Essen noch mehr mit Proteinen anzureichern. Meine Ernährungsberaterin empfahl mir zu jeder meiner Mahlzeit (morgens – mittags – abends) 20 Gramm Eiweiss zu essen. Ziemlich viel. Nicht einfach sich daran zu halten. Mehr zu meiner Ernährung aber ein andermal...

Wie geht es dir in der Adventszeit? Ähnlich wie mir, oder verzichtest du des Öfteren?

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