Werte notieren – oldschool oder voll modern?


Als ich mit 12 Jahren Diabetes bekam, wurde ich darauf getrimmt, immer schön das Blutzuckertagebuch auszufüllen. Blutzucker, Kohlenhydrate, Korrektur und so weiter. Ich weiss noch genau, das war so etwa das nervigste, vom Spritzen mal abgesehen! Und jeder ritt darauf herum, «hast du schon gemessen?», «hast du schon alle Werte eingetragen?», blablabla. Ich gehörte schnell zu denjenigen, die am Tag vor dem Diabetologen-Besuch alle Werte nachtragen musste, um eine wenigstens einigermassen vorführbare Dokumentation mitbringen zu können. Es gab auch eine Zeit, da führte ich gar kein Tagebuch. Ich sah denn Sinn nicht, wollte mich nicht damit beschäftigen, fand es einfach nur öde und überflüssig.


Heute sieht das Ganze ein wenig anders aus. Klar, ich kümmere mich sehr viel mehr um meinen Diabetes und ich möchte, dass ich gut eingestellt bin. Es interessiert mich, zu welchen Zeiten meine Werte immer machen, was sie wollen oder wo es an mir wäre, etwas zu ändern. Ich benutze die MiniMed 640G von Medtronic mit dem Enlite-Sensor und ich bin auch nach einigen Jahren Nutzung immer noch sehr zufrieden! Im Moment bin ich sehr aktiv daran, meine Werte sehr gut in den Griff zu kriegen und tausche mich daher manchmal auch per Mail mit meiner Diabetologin aus. Ich lade meine Werte direkt von der Pumpe in die MiniMed Care-Link Personal-Software hoch und meine Ärztin kann sich alle meine Werte und Kurven ansehen. So können wir, wenn nötig, auch ohne Termin miteinander die Einstellungen verändern, was ich als sehr praktisch und hilfreich empfinde. Natürlich braucht es dazu eine sehr motivierte und aufgeschlossene Fachperson, und ich bin glücklich, meine gefunden zu haben.


Wie macht ihr das? Immer noch brav Tagebuch ausfüllen oder verlasst ihr euch darauf, dass euer Messgerät / eure Pumpe ja ausgelesen werden kann?

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